Google Business Profile für Makler: Leitfaden



Wenn Eigentümer einen Makler suchen, tippen viele zuerst den Firmennamen oder „Immobilienmakler [Stadt]“ bei Google ein. Was sie sehen, ist oft nicht Ihre Website – sondern Ihr Google Business Profile. Dort entscheidet sich in Sekunden, ob jemand anruft, klickt oder weiter scrollt.
Ein Makler aus Stuttgart erzählte uns kürzlich: „Ich habe monatelang in meine Website investiert, aber die meisten Anfragen kamen über Google Maps. Mein Profil war aber halb leer – alte Fotos, keine Beschreibung, kein klarer nächster Schritt.“
Das ist kein Einzelfall. Viele Makler unterschätzen, wie stark das Google-Profil lokale Verkäufer-Leads beeinflusst. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr Google Business Profile Schritt für Schritt optimieren – und Besucher gezielt auf Ihre Website und Ihre Online-Bewertung lenken.
Warum das Google-Profil für Makler so wichtig ist
Lokale Suche ist für Immobilienmakler einer der wichtigsten Kanäle. Eigentümer suchen nicht abstrakt nach „Immobilien“, sondern nach jemandem in ihrer Nähe, der den lokalen Markt kennt und vertrauenswürdig wirkt. Genau hier spielt Google Business Profile (früher Google My Business) eine zentrale Rolle.
Während Ihre Website der Ort ist, an dem Sie Leads qualifizieren und abschließen, ist Ihr Google-Profil oft der erste Kontaktpunkt. Es erscheint in Google Maps, in lokalen Suchergebnissen und direkt neben Ihren Bewertungen. Wenn dieses Profil unvollständig oder veraltet wirkt, verlieren Sie Anfragen, bevor Besucher überhaupt auf Ihrer Website landen.
Besonders relevant ist das für Verkäufer-Leads: Eigentümer, die aktiv über einen Verkauf nachdenken, wollen schnell Orientierung. Sie prüfen Bewertungen, schauen sich Fotos an und entscheiden, ob ein Makler seriös und erreichbar wirkt. Ein optimiertes Profil schafft genau dieses Vertrauen – noch bevor jemand Ihre Kontaktseite öffnet.
Mehr dazu, wie Website und Google-Profil zusammenwirken, lesen Sie in unserem Artikel 3 Wege, um mehr Besucher auf Ihre Bewertungsseite zu lenken.
Schritt 1: Grundlagen richtig einrichten
Bevor Sie optimieren, sollten die Basics stimmen. Viele Profile wirken schwach, nicht weil Makler zu wenig tun, sondern weil zentrale Informationen fehlen oder veraltet sind.
Beginnen Sie mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme: Ist Ihr Profil beansprucht und verifiziert? Stimmen Name, Adresse und Telefonnummer exakt mit Ihrer Website überein? Gibt es die richtige Kategorie – zum Beispiel „Immobilienmakler“ statt einer allgemeinen Dienstleistungskategorie?
Diese Punkte sollten sofort korrekt sein:
- Firmenname: Ihr offizieller Name, ohne Keyword-Stuffing (also nicht „Müller Immobilien – bester Makler München Verkauf“)
- Adresse und Servicegebiet: korrekt und konsistent mit Website und Impressum
- Telefonnummer: klickbar und erreichbar – viele Eigentümer rufen direkt vom Profil aus an
- Website-Link: führt zur Startseite oder, noch besser, zu einer dedizierten Verkäufer-Landingpage
- Öffnungszeiten und Erreichbarkeit: aktuell und realistisch
Konsistenz ist wichtiger, als es klingt. Wenn Adresse oder Telefonnummer auf Website, Google und Branchenverzeichnissen unterschiedlich sind, wirkt das unseriös – und Google kann lokale Rankings schwächen. Nehmen Sie sich 15 Minuten und gleichen Sie die wichtigsten Daten ab.
Schritt 2: Beschreibung und Kategorien optimieren
Die Profilbeschreibung ist eine der wenigen Stellen, an denen Sie in eigenen Worten erklären dürfen, wofür Sie stehen. Nutzen Sie sie nicht für generische Floskeln, sondern für klare Orientierung: Für wen sind Sie da? In welcher Region? Was ist der nächste sinnvolle Schritt für Eigentümer?
Eine gute Beschreibung beantwortet drei Fragen: Wer sind Sie? Wen unterstützen Sie? Was soll der Besucher als Nächstes tun? Erwähnen Sie Ihre lokale Spezialisierung und bieten Sie einen konkreten Mehrwert – zum Beispiel eine kostenlose Ersteinschätzung des Immobilienwerts.
Praktische Tipps für die Beschreibung:
- Erste 1–2 Sätze: Region und Spezialisierung (Verkauf, Vermietung, Kapitalanlage)
- Mitte: Vertrauenssignale (Erfahrung, Referenzen, persönliche Betreuung)
- Ende: klarer Call-to-Action mit Link zur Bewertungsseite oder Kontaktseite
Ergänzen Sie passende Zusatzkategorien, wenn sie wirklich zutreffen – zum Beispiel „Immobilienberater“ oder „Immobilienverwaltung“. Zu viele irrelevante Kategorien verwässern jedoch Ihr Profil. Bleiben Sie bei dem, was Sie tatsächlich anbieten.
Schritt 3: Fotos und Posts, die Vertrauen schaffen
Eigentümer entscheiden auch visuell. Ein Profil ohne aktuelle Fotos wirkt schnell wie ein Nebenprojekt – auch wenn Ihre Website professionell aussieht. Investieren Sie deshalb in Bilder, die zeigen, wer Sie sind und wie Sie arbeiten.
Gute Fotos für Makler-Profile sind keine Stockfotos von generischen Wohnzimmern. Zeigen Sie Ihr Team, Ihr Büro, erfolgreiche Objekte (datenschutzkonform) und den lokalen Bezug. Ein Bild Ihres Schaufensters, Ihrer Stadt oder eines typischen Viertels, in dem Sie aktiv sind, schafft Nähe.
Diese Bildtypen lohnen sich besonders:
- Professionelles Team- oder Porträtfoto
- Büro- oder Schaufenster-Aufnahme mit lokalem Bezug
- Beispiel-Exposé oder Referenzobjekt (ohne sensible Daten)
- Screenshot Ihrer Online-Immobilienbewertung als visueller Hinweis auf den Service
Ergänzend sollten Sie Google-Posts nutzen – kurze Updates, die direkt im Profil erscheinen. Ein Post pro Monat reicht oft aus. Themen: Markt-Update in Ihrer Region, neuer Service, Hinweis auf die kostenlose Wertermittlung oder ein kurzer Tipp für Eigentümer. Posts halten Ihr Profil lebendig und geben Eigentümern einen Grund, erneut zu klicken.
Schritt 4: Bewertungen gezielt aufbauen
Bewertungen sind für Makler oft der stärkste Hebel im Google-Profil. Eigentümer vergleichen nicht nur Preise und Leistungen – sie lesen, was andere Kunden über Sie berichten. Studien zeigen regelmäßig, dass Online-Bewertungen für viele Verbraucher genauso wichtig sind wie persönliche Empfehlungen.
Wichtig ist dabei: Es geht nicht um künstlich perfekte 5-Sterne-Profile, sondern um echte, aktuelle und beantwortete Bewertungen. Ein Profil mit 20 authentischen Bewertungen und regelmäßigen Antworten wirkt oft vertrauenswürdiger als eines mit 200 alten, unbeantworteten Einträgen.
So bauen Sie Bewertungen sinnvoll auf:
- Fragen Sie zufriedene Eigentümer persönlich nach einer Google-Bewertung – am besten kurz nach einem erfolgreichen Abschluss
- Machen Sie es einfach: senden Sie den direkten Bewertungslink per E-Mail oder WhatsApp
- Antworten Sie auf jede Bewertung – positiv wie kritisch – sachlich und professionell
- Nutzen Sie positive Bewertungen als Aufhänger: „Danke für das Vertrauen – wer den Wert seiner Immobilie prüfen möchte, findet unsere Online-Bewertung hier: [Link].“
Kritische Bewertungen sind unangenehm, aber nicht das Ende. Eine ruhige, lösungsorientierte Antwort zeigt Professionalität – und kann Vertrauen bei zukünftigen Eigentümern sogar stärken.
Schritt 5: Google-Profil mit Ihrer Website verbinden
Ein optimiertes Google-Profil allein reicht selten. Der eigentliche Lead entsteht oft erst, wenn Eigentümer auf Ihrer Website landen – und dort eine klare Handlung finden. Deshalb sollte Ihr Profil nicht isoliert betrachtet werden, sondern als Einstieg in Ihren Lead-Prozess.
Verlinken Sie in der Beschreibung, in Posts und in Q&A-Einträgen gezielt auf Ihre Bewertungsseite. Eigentümer, die über Google kommen, sind oft noch in der Recherchephase. Eine kostenlose Online-Bewertung bietet ihnen sofortigen Mehrwert – und gibt Ihnen qualifizierte Kontaktdaten.
Typische Verbindungspunkte zwischen Google-Profil und Website:
- Link zur Online-Immobilienbewertung in der Profilbeschreibung
- Q&A-Eintrag: „Bieten Sie eine kostenlose Immobilienbewertung an?“ → Ja, mit Link
- Google-Post mit Hinweis auf die Bewertungsseite
- Website-Link im Profil führt zu einer Seite mit klarem Verkäufer-Fokus
Wenn Ihre Website noch keine aktive Lead-Strategie hat, hilft unser Maklerwebsite-Check bei der schnellen Einordnung: Wo stehen Sie bei Vertrauen, Technik, Marketing und Lead-Generierung? Mehr Hintergrund dazu finden Sie im Artikel Warum Makler-Websites keine Verkäufer-Leads erzeugen.
Schritt 6: Fragen & Antworten und lokale Sichtbarkeit
Der Q&A-Bereich im Google-Profil wird oft übersehen – dabei erscheinen diese Einträge häufig direkt in den Suchergebnissen. Als Makler können Sie selbst häufige Fragen einstellen und beantworten, noch bevor jemand sie stellt.
Das ist eine einfache Möglichkeit, Einwände zu adressieren und Vertrauen aufzubauen. Beispiele: „Wie läuft eine Immobilienbewertung ab?“, „In welchen Stadtteilen sind Sie aktiv?“, „Was kostet Ihre Maklerleistung?“ Jede Antwort kann – wo sinnvoll – auf Ihre Website oder Bewertungsseite verlinken.
Für die lokale Sichtbarkeit insgesamt gilt: Google bevorzugt Profile, die vollständig, aktiv und relevant wirken. Regelmäßige Posts, neue Fotos, aktuelle Bewertungen und konsistente NAP-Daten (Name, Address, Phone) signalisieren, dass Ihr Unternehmen aktiv ist. Das hilft nicht nur bei „Makler + Stadt“-Suchanfragen, sondern auch, wenn Eigentümer gezielt Ihren Namen googeln.
Typische Fehler, die lokale Leads kosten
Viele Makler haben ein Google-Profil – aber nur wenige nutzen es strategisch. Diese Fehler sehen wir am häufigsten:
- Profil nicht beansprucht oder nicht verifiziert – dann haben Sie keine Kontrolle über Inhalte und Bewertungen
- Kein klarer Call-to-Action – Eigentümer sehen Ihr Profil, wissen aber nicht, was der nächste Schritt ist
- Veraltete Fotos oder Öffnungszeiten – wirkt schnell unprofessionell
- Bewertungen ohne Antwort – suggeriert mangelnde Erreichbarkeit
- Nur Link zur Startseite – statt zu einer Seite, die Verkäufer gezielt anspricht
- Keine Verbindung zur Online-Bewertung – der stärkste Lead-Hebel bleibt unsichtbar
Die gute Nachricht: Die meisten dieser Punkte lassen sich in wenigen Stunden beheben. Sie brauchen kein großes Marketing-Budget – nur Klarheit darüber, was Eigentümer sehen sollen, wenn sie Sie bei Google finden.
Häufige Fragen zum Google Business Profile für Makler
Rund um die Profil-Optimierung tauchen bei Maklern immer wieder dieselben Fragen auf. Hier die wichtigsten Antworten.
Lohnt sich ein Google Business Profile für Makler wirklich? Ja. Für lokale Suchanfragen wie „Immobilienmakler [Stadt]" ist das Profil oft der erste Kontaktpunkt – noch vor Ihrer Website. Ein gepflegtes Profil entscheidet in Sekunden, ob ein Eigentümer anruft oder weiterscrollt.
Wie oft sollte ich mein Profil aktualisieren? Ein Google-Post pro Monat reicht in der Regel aus, dazu neue Fotos und Bewertungen, sobald sie entstehen. Wichtig ist vor allem, dass Öffnungszeiten und Kontaktdaten immer aktuell und konsistent sind.
Wie bekomme ich mehr Google-Bewertungen als Makler? Fragen Sie zufriedene Eigentümer aktiv – am besten kurz nach einem erfolgreichen Abschluss – und machen Sie es ihnen leicht, indem Sie den direkten Bewertungslink per E-Mail oder WhatsApp senden. Antworten Sie anschließend auf jede Bewertung.
Sollte der Website-Link zur Startseite oder zu einer Landingpage führen? Idealerweise zu einer Seite mit klarem Verkäufer-Fokus, etwa einer Online-Immobilienbewertung. So verwandeln Sie Profil-Besucher in qualifizierte Kontakte, statt sie auf einer allgemeinen Startseite zu verlieren.
Fazit: Google-Profil als Einstieg, Website als Lead-Maschine
Google Business Profile ist kein Ersatz für eine gute Makler-Website – aber ein unverzichtbarer Einstieg für lokale Verkäufer-Leads. Wenn Eigentümer Sie bei Google finden, sollten sie sofort Vertrauen spüren, Ihre Expertise erkennen und einen klaren Weg zur nächsten Handlung sehen.
Optimieren Sie zuerst die Basics: korrekte Daten, starke Beschreibung, aktuelle Fotos und gepflegte Bewertungen. Verbinden Sie Ihr Profil dann gezielt mit Ihrer Website – vor allem mit einer Online-Immobilienbewertung, die Eigentümern echten Mehrwert bietet und Ihnen qualifizierte Kontakte liefert.
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